Marcus Aurelius Antoninus
(Römischer Kaiser 161 - 180 n.Chr.)



Goldbüste ca.165-170 A.D.

Marcus Aurelius Antoninus kam am 26. April 121 n.Chr. in Rom zur Welt. Er erhielt eine umfassende Ausbildung in griechischer und lateinischer Rhetorik, in Philosophie und Malerei, wobei er sich im Alter von 25 Jahren ganz auf die Philosophie konzentrierte. Im Jahre 161 n.Chr. übernahm er die Herrschaft von seinem Adoptivvater dem Kaiser Antoninus Pius. Seine Regierungszeit verbrachte er großenteils im Feldlager, um feindliche Einfälle abzuwehren, die das römische Reich erschütterten. Dabei wurde ihm die Philosophie immer mehr zur ständigen Begleiterin. In dieser Zeit schrieb der Kaiser seine "Selbstbetrachtungen". Die darin enthaltenen Gedanken über die Stellung und die Aufgaben des Menschen in seiner Umwelt, über die Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber vermitteln gerade heute Einsichten allerhöchster Aktualität. Marcus Aurelius verstarb am 17. März 180 in Vindobona, dem heutigen Wien, an der Pest.


Silberdenar als Caesar ca.156/157 A.D.

Auszüge aus den Selbstbetrachtungen:

Vor vier Irrwegen mußt du dich hüten: Wenn du sagen mußt, diese Vorstellung ist nicht notwendig oder diese Vorstellung zerstört die menschliche Gemeinschaft oder dies ist nicht deine wahre Meinung oder das ist ein Beweis dafür, daß der göttlichere Teil in dir dem sterblichen, das heißt dem Körper und seiner Lust, unterlegen ist.
XI, 19

Denk daran, daß niemand ein anderes Leben verliert als das, was er lebt, und daß keiner ein anderes lebt als das, was er verliert. Insoweit kommt das längste Leben mit dem kürzesten auf dasselbe hinaus. Für jeden zählt nur das gegenwärtige.
II, 14

Nicht darüber diskutieren, wie beschaffen der wahrhaft gute Mensch sein muß, sondern selber einer sein!
X, 16

Bemerkungen entnommen aus:
Marc, Aurel -
Zu dir Selbst
Ulrich Hommes
ISBN 3-921114-18-7

Bildquellen:
Büste - Museo Capitolino Rom
Münze - Meinolf Schmidt




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