2.1 Allgemeine Definitionen
Widerstandselemente werden durch Widerstandssymbole dargestellt, die
durch widerstandslos angenommene Leitungen verbunden sind.
In Bild 2.1/1 sind der innere Spannungsabfall Ui,
die Klemmenspannung U und die Leerlaufspannung U0 dargestellt.
Bei der Leistungsberechnung ist zu beachten, dass die abgegebene Leistung
P0 negativ und die aufgenommene Leistung PRa positiv
festgelegt wird. Diese Definition ist sinnvoll bei Computerberechnungen,
damit man am Zahlenwert sofort erkennen kann, ob es sich um eine abgegebene
oder aufgenommene Leistung handelt.
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2.1.1 Serienschaltung von
Widerständen
Der Gesamtwiderstand Rges von n in Serie geschalteten Widerständen
berechnet sich mit Gl. (2.1.1/1). Die Spannungsteilerregel
bei zwei seriell geschalteten Widerständen (Bild 2.1.1/1)
ist in Gl. (2.1.1/2) dargestellt.
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2.1.2 Parallelschaltung
von Widerständen
Für die in Bild 2.1.2/1 skizzierte Parallelschaltung
gilt die Stromteilerregel in Gl. (2.1.2/1). Für n parallel
geschaltete Widerstände errechnet sich der Gesamtwiderstand Rges
mit Gl. (2.1.2/2).
Bsp. 2.1.2/1:
| a) |
Berechnen Sie in Bild 2.1.2/2 den Strom I. |
| b) |
Wie groß ist I, wenn einer der 3 Parallelwiderstände
kurzgeschlossen wird? |
Bsp. 2.1.2/2:
Berechnen Sie den Gesamtwiderstand Rges für die in Bild
2.1.2/3 skizzierte Schaltung.
Bsp. 2.1.2/3:
| a) |
Berechnen Sie die Spannung U1 in Bild
2.1.2/4 mit der Spannungsteilerregel. |
| b) |
Wie groß muss R1 gewählt werden,
wenn in diesem Widerstand 1/20 der Eingangsleistung P0
= U0 × I verbraucht
werden soll und der Widerstand R = 1 W
beträgt? |
Bsp. 2.1.2/4:
Der Strom I4 in Bild 2.1.2/5 ist mit Hilfe der
Stromteilerregel zu ermitteln.
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2.2.1 Erster Kirchhoff'scher
Satz (Knotenpunktregel)
Für das in Bild 2.2.1/1 skizzierte Strömungsfeld
gilt die Gl. (2.2.1/1), d.h. das Flächenintegral über
eine beliebig geformte Hülle muss null ergeben. Für diskrete
Ströme geht diese Gleichung in Gl. (2.2.1/2) über,
die aussagt, dass die Summe aller in eine Hülle hinein- oder
herausfließenden Ströme gleich null ist (in einem geschlossenen
System ist die resultierende Elektrizitätsmenge konstant).
Die in Bild 2.2.1/1 skizzierte Hülle lässt
sich auch als Knotenpunkt deuten. Treffen sich mehrere stromdurchflossene
Leiter in einem solchen Knotenpunkt, dann gilt die Gl. (2.2.1/2).
Die Summe aller vorzeichenbehafteter Ströme eines Knotenpunktes ist
null. Ob man die zum Knotenpunkt hinfließenden Ströme positiv
und die vom Knotenpunkt wegfließenden Ströme negativ in Gl.
(2.2.1/2) einsetzt oder es umgekehrt definiert, spielt keine Rolle,
da die entgegengesetzte Definition nur bewirkt, dass die Gl.
(2.2.1/2) mit -1 multipliziert wird, was am Ergebnis aber nichts
ändert.
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2.2.2 Zweiter Kirchhoff'scher
Satz (Maschenregel)
Das Integral der elektrischen Feldstärke (Gl. (2.2.2/1))
zwischen den Punkten 1 und 2 eines Strömungsfeldes (Bild 2.2.2/1)
ist unabhängig vom gewählten Integrationsweg. Das Umlaufintegral
(Gl. (2.2.2/2)) der elektrischen Feldstärke längs
einer beliebigen geschlossenen Raumkurve ist null. Für diskrete Spannungen
(Quellspannungen und Spannungsabfälle) erhält man daraus die
Maschengleichung (2.2.2/3).
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2.2.3 Regeln zur Berechnung von
Netzwerken
Jedes Netzwerk lässt sich analog zu Bild 2.2.3/1
mit Hilfe von Maschen, Zweigen und Knotenpunkten strukturieren. Um alle
unabhängigen Knotenpunkt- und Maschengleichungen zu erhalten, sollte
man die Berechnung des Netzwerkes mit folgendem "Kochrezept" durchführen:
| a) |
Zählpfeile für Ströme und Spannungen einzeichnen |
| b) |
Alle unabhängigen Knotenpunktgleichungen
aufstellen (bei n vorhandenen Knotenpunkten lassen sich n-1 Knotenpunktgleichungen
aufstellen) |
| c) |
Es werden die voneinander unabhängigen Maschengleichungen
aufgestellt |
Die unabhängigen Maschengleichungen findet man am einfachsten,
indem man jeweils die Masche, deren Gleichung man aufgestellt hat, an einer
beliebigen Stelle auftrennt. Zum Aufstellen der nächsten Maschengleichung
sucht man dann einen weiteren , nicht unterbrochenen Umlauf. Hat das Netz
n Knoten und m Zweige, so lassen sich m-(n-1) Maschengleichungen aufstellen.
Für ein Netz mit m Zweigen und n Knoten erhält man:
| |
(n-1) Knotengleichungen |
| |
m-(n-1) Maschengleichungen |
| |
m-(n-1)+(n-1) = m Gleichungen. |
Bsp. 2.2.3/1:
| a) |
Gesucht ist in Bild 2.2.3/2 der Strom I2. |
| b) |
Welchen Wert muss R3 haben, damit der Strom
I2 null wird? |
Bsp. 2.2.3/2:
| a) |
Ermitteln Sie in Bild 2.2.3/3 den Brückenstrom
IM. |
| b) |
Wie lautet die Brückenabgleichbedingung für IM
= 0 ? |
Bsp. 2.2.3/3:
| a) |
Die Ströme I1, I2 und I3
in Bild 2.2.3/4 sind zu berechnen. |
| b) |
Wie groß ist IC? |
| c) |
Zeichnen Sie den Spannungsverlauf längs der Masche. |
Bsp. 2.2.3/4:
Der Strom I ist in Bild 2.2.3/7 zu ermitteln.
Die Kennlinie des nichtlinearen Widerstandes RN ist in Bild
2.2.3/8 skizziert.
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2.3 Überlagerungssatz
(Superpositionsgesetz)
Wie bei allen Problemen der Physik, bei denen die Wirkung linear von
der Ursache abhängt, gilt auch bei linearen Stromkreisen das Superpositionsgesetz,
das besagt, dass zunächst jeweils die Wirkung einer Ursache unabhängig
von allen übrigen Wirkungen berechnet werden kann und dass sich
dann die resultierende Wirkung aller Ursachen als Summe aller Einzelwirkungen
ergibt.
Enthält ein Netz mehrere Spannungsquellen, so kann man den Strom
Ix in irgendeinem Zweig x als Summe (Überlagerung) einzelner
Teilströme berechnen. Zur Berechnung eines Teilstromes ersetzt man
alle Spannungsquellen bis auf eine (z.B. U01) durch
Kurzschlüsse (nicht deren Innenwiderstände) und bestimmt den
Strom, der von dieser übriggebliebenen Spannungsquelle in dem Zweig
x fließt (z.B. IxU01). Berücksichtigt
man in dieser Weise alle Spannungsquellen einzeln, so erhält man IxU02
; IxU03 ; ... , wobei die Ströme vorzeichenbehaftet in
die Summe in Gl. (2.3/1) einzusetzen sind.
Bsp. 2.3/1:
Mit Hilfe des Überlagerungssatzes ist der Strom I2 in
Bild 2.3/1 zu berechnen.
Bsp. 2.3/2:
Der Strom I2 ist in Bild 2.3/4 zu ermitteln.
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2.4 Maschenstromanalyse
Führt man in jede unabhängige Masche einen geschlossenen Ringstrom
(Maschenstrom) ein, dann erhält man nur so viele unbekannte Ströme,
wie unabhängige Maschen vorhanden sind. Man benötigt zur Berechnung
der Maschenströme nur die Maschengleichungen, d.h., man spart die
Knotenpunktgleichungen ein. Das Gleichungssystem ist also u.U. wesentlich
einfacher. Allerdings muss man die einzelnen wirklich interessierenden
Zweigströme aus den berechneten Maschenströmen noch ermitteln
(Summen- oder Differenzbildung).
Bsp. 2.4/1:
Berechnen Sie in Bild 2.4/1 den Strom I5 unter
Verwendung der Maschenstromanalyse.
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2.5 Der elektrische Zweipol
Unter einem elektrischen Zweipol versteht man ein abgeschlossenes System
(Bild 2.5/1), das nur über zwei Klemmen elektrisch zugänglich
ist. Die Spannung zwischen diesen beiden Klemmen und der hinein- bzw. herausfließende
Strom müssen in einem eindeutigen Zusammenhang stehen. Dieses abgeschlossene
System darf daher nicht noch magnetisch oder elektrostatisch zugänglich
sein, sodass in den Elementen dieses Systems zusätzlich Spannungen
induziert oder influenziert werden könnten.
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2.5.1 Der allgemeine lineare Zweipol
An einem Zweipol, der elektrische Energie abgeben kann, aber mit Widerständen
behaftet ist, tritt auch dann eine Klemmenspannung auf, wenn der Strom
null ist. Diese
Klemmenspannung ändert sich jedoch, sobald ein Klemmenstrom
fließt.
Mathematisch sind die beiden Gleichungen (2.5.1/1) und (2.5.1/2) gleichwertig,
sie können jedoch physikalisch unterschiedlich interpretiert werden.
Dementsprechend unterscheidet man Ersatzspannungsquellen und Ersatzstromquellen.
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2.5.2 Ersatzspannungsquelle
Bild 2.5.2/1 zeigt eine Ersatzspannungsquelle mit der Klemmenspannung
U (Gl. (2.5.2/1)) und der Leerlaufspannung UL
= U0 (Gl. 2.5.2/2).
Experimentell könnten also UL = U0
und der Kurzschlussstrom IK (Gl. (2.5.2/3))
bestimmt werden. Daraus lässt sich mit Gl. (2.5.2/4)
der Innenwiderstand Ri berechnen.
Klemmenkurzschluss ist in der Praxis meistens nicht realisierbar,
da Schäden an den Spannungsquellen auftreten können.
Mit der im Bild 2.5.2/2 skizzierten Schaltung (2 Belastungsmessungen
mit R1 bzw. R2) lassen sich der Innenwiderstand Ri
(Gl. (2.5.2/5)) und die Leerlaufspannung U0 (Gl.
(2.5.2/6)) ermitteln.
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2.5.3 Ersatzstromquelle
Bild 2.5.3/1 zeigt eine Ersatzstromquelle mit dem Klemmenstrom
I (Gl. (2.5.3/1)) und der Leerlaufspannung (Gl. (2.5.3/2)).
Experimentell könnten also UL und der Kurzschlussstrom
IK = I0 (Gl. (2.5.3/3))
bestimmt werden. Daraus lässt sich mit Gl. (2.5.3/4)
der Innenwiderstand Ri berechnen.
Klemmenkurzschluss ist in der Praxis meistens nicht realisierbar,
da Schäden an den Stromquellen auftreten können.
Mit der in Bild 2.5.3/2 skizzierten Schaltung (2 Belastungsmessungen
mit R1 bzw. R2) lassen sich der Innenwiderstand Ri
(Gl. (2.5.3/5)) und der Kurzschlussstrom I0
(Gl. (2.5.3/6)) ermitteln.
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2.5.4 Unterschied zwischen Ersatzspannungs-
und -stromquelle
Der Vergleich der beiden Gleichungen (2.5.2/1) und (2.5.3/1) liefert
die Gl. (2.5.4/1), die den Zusammenhang zwischen Leerlaufspannung
U0 und Kurzschlussstrom I0 beschreibt.
Ersatzspannungs- oder -stromquelle beschreiben hinsichtlich des Zusammenhangs
zwischen Klemmenstrom und -spannung völlig gleichwertig einen aktiven
linearen Zweipol, solange Ri endlich ist, d.h. es kann die eine
immer in die andere umgerechnet werden mit Ausnahme der idealen Spannungsquelle
(Ri = 0) und der idealen Stromquelle (Ri
= ¥ ).
Die Grenzfälle für Ri = 0 und Ri
= ¥ sind in Bild 2.5.4/1
dargestellt.
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2.5.5 Der allgemeine Ersatzzweipol
eines Netzwerkes
Passive Netzwerke können zu einem resultierenden Ersatzwiderstand
Ra zusammengefasst werden, der dieses Netzwerk als Zweipol
beschreibt. Genauso kann ein aktives Netzwerk, das aus mehreren Spannungsquellen
und Widerständen besteht, zu einem resultierenden aktiven Zweipol,
der nur aus einer einzigen Spannungs- oder Stromquelle und einem einzigen
inneren Widerstand besteht, zusammengefasst werden (Bild 2.5.5/1).
Der aktive Zweipol beschreibt den linearen Zusammenhang zwischen
Klemmenspannung und -strom. Auf das tatsächliche Netzwerk sind keine
Rückschlüsse möglich.
Bsp. 2.5.5/1:
Ermitteln Sie in Bild 2.5.5/2 die Spannung U1
mit Hilfe der Zweipoltheorie.
Bsp. 2.5.5/2:
Unter Verwendung der Zweipoltheorie ist in Bild 2.5.5/6
der Strom IR zu berechnen.
Bsp. 2.5.5/3:
| a) |
Berechnen Sie für Bild 2.5.5/13 die Kenngrößen
des Spannungs- und Stromquellenersatzschaltbildes für den zwischen
den Klemmen AB liegenden aktiven Zweipol. |
| b) |
Die Klemmen AB werden mit dem Lastwiderstand RL
beschaltet. Wie muss das Spannungsverhältnis U2
/ U1 gewählt werden, damit UAB
= U1 ist? |
| c) |
Geben Sie das unter b) gefragte Verhältnis für
RL ® ¥
an. |
Bsp. 2.5.5/4:
Berechnen Sie mit Hilfe der Zweipoltheorie den Strom IM in
Bild 2.5.5/15.
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2.5.6 Stern-Dreieck-Transformation
Die Stern-Dreieck-Transformation dient der Vereinfachung des passiven
Netzwerkes. Die Umrechnung "Dreieck in Stern" liefert für die in Bild
2.5.6/1 eingezeichneten Widerstände die drei Gleichungen (2.5.6/1).
Einen Sternwiderstand (z.B. RA0) erhält man
aus der Dreieckschaltung, indem man die beiden im Punkt A verbundenen Dreieckwiderstände
miteinander multipliziert und durch den Ringwiderstand des Dreiecks dividiert.
Die Umrechnung "Stern in Dreieck" geschieht mit den drei Gleichungen (2.5.6/2).
Die Umrechnung von (2.5.6/2) in die Leitwertform ergibt die drei Gleichungen
(2.5.6/3), an denen man die Dualitätsbeziehung zwischen Leitwert und
Widerstand ablesen kann.
Bsp. 2.5.6/1:
Gesucht ist für Bild 2.5.6/2 der Gesamtwiderstand
RAB für R1 = R2 = R3
= R4 = R5 = R.
Bsp. 2.5.6/2:
| a) |
Ermitteln Sie für die nichtabgeglichene Brücke
in Bild 2.5.6/5 den Messwerkstrom IM, wenn
U0 und alle Widerstände gegeben sind. |
| b) |
Wie groß wird die Brückenspannung UM,
wenn der Innenwiderstand Ri ®
¥ geht? |
| c) |
Leiten Sie aus b) die Brückenabgleichbedingung ab. |
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2.5.7 Zusammenschaltung
eines aktiven und passiven Zweipols
Schaltet man einen aktiven und einen passiven Zweipol an ihren Klemmen
zusammen, so entsteht der einfache Stromkreis. Er besteht aus einem Generator
(aktiver Zweipol), in dem eine bestimmte Energieform in elektrische Energie
umgewandelt wird, die über die Leitungen und Klemmen dem sogenannten
Verbraucher (passiver Zweipol) zugeführt wird. In diesem wird die
elektrische Energie wieder in eine andere Energieform umgewandelt, z.B.
in Wärme, wenn der passive Zweipol ein ohmscher Widerstand ist.
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2.5.7.1 Klemmenspannung
und -strom bei Belastung
Bild 2.5.7.1/1 zeigt die Zusammenschaltung eines aktiven
und passiven Zweipols. Der aktive Zweipol wird mit einer Ersatzspannungsquelle
beschrieben, während in Bild 2.5.7.1/2 das Modell einer
Ersatzstromquelle gewählt wird. Den normierten Klemmenstrom bei Belastung
mit Ra erhält man aus Gl. (2.5.7.1/1), während
die Gl. (2.5.7.1/2) die normierte Klemmenspannung bei Belastung
beschreibt. Beide Modelle, Ersatzspannungsquelle bzw. Ersatzstromquelle,
liefern natürlich das gleiche Strom-Spannungsverhalten an den äußeren
Klemmen. Dieses Strom-Spannungsverhalten ist für 0 £
Ra / Ri < ¥
in Bild 2.5.7.1/3 dargestellt.
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2.5.7.2 Übertragene Leistung
und Wirkungsgrad
Der Faktor
in Gl. (2.5.7.2/1) kann als Kurzschlussleistung
der Ersatzspannungsquelle gedeutet werden, d.h. als die Leistung , die
bei kurzgeschlossenen Klemmen in dem inneren Widerstand der Spannungsquelle
in Wärme umgesetzt wird. Diese Kurzschlussleistung ist bei einer
Ersatzspannungsquelle eine konstante Größe.
Normiert man die Gl. (2.5.7.2/1) mit dieser Kurzschlussleistung
PK, dann ergibt sich die Gl. (2.5.7.2/2).
Der Faktor I02 ×
Ri kann als Leerlaufleistung PL
= I02 × Ri
der Ersatzstromquelle gedeutet werden. PL stellt die Leistung
dar, die bei offenen Klemmen (Ra ®
¥ ) in dem inneren Widerstand
in
Wärme umgesetzt wird. Diese Leerlaufleistung ist bei einer Ersatzstromquelle
eine konstante Größe.
Normiert man die Leistung P0 mit dieser Leerlaufleistung
PL, dann ergibt sich die Gl. (2.5.7.2/3).
Die maximale Leistung, die von einem aktiven Zweipol abgegeben wird,
berechnet sich mit Gl. (2.5.7.2/5). Diese Leistung tritt auf
bei Leistungsanpassung (Gl. (2.5.7.2/4)).
Die Definitionsgleichung (2.5.7.2/6) beschreibt den Wirkungsgrad eines
aktiven Zweipols . Bei der Ersatzspannungsquelle beträgt die innere
Verlustleistung I2 × Ri
und damit ergibt sich der Wirkungsgrad aus Gl. (2.5.7.2/7). Da
bei der Ersatzstromquelle die innere Verlustleistung
beträgt, erhält man mit Gl. (2.5.7.2/8) den Wirkungsgrad
der Ersatzstromquelle.
Da der Wirkungsgrad willkürlich definiert wurde und kein Naturgesetz
darstellt, erhält man unterschiedliche Werte für h
U und h I, da die Berechnung
vom physikalischen Aufbau des Generators abhängt. Deshalb lässt
sich eine aktive Schaltung bei der Wirkungsgradberechnung nicht mehr beliebig
als Strom- oder Spannungsquelle darstellen, da der innere Aufbau (innere
Verlustleistung) bei der Wirkungsgraddefinition entscheidend ist.
Bild 2.5.7.2/1 zeigt den Verlauf von hU,
hI und P0 als Funktion
vom Lastwiderstand Ra. Bei Leistungsanpassung (Ra
= Ri) ist nur ein Wirkungsgrad von hU
= hI = 0,5 möglich.
Bsp. 2.5.7.2/1:
Der Verbraucher in Bild 2.5.7.2/2 benötigt eine bestimmte
Leistung PRa (z.B. zur Beleuchtung). Diese Leistung
kann mit großer oder kleiner Spannung übertragen werden, wobei
der Verbraucherwiderstand Ra verschieden dimensioniert werden
muss (z.B. Glühlampen gleicher Leistung PRa für
12 V oder für 240 V).
| a) |
Gesucht: Ra = f (U0, Ri,
RL, PRa). Wie groß muss U0
mindestens sein? |
| b) |
Wie muss der Generator und der Verbraucher bei vorgegebenem
Ri* ausgelegt werden, damit ein hoher Wirkungsgrad
erreicht wird? |
Bsp. 2.5.7.2/2:
Eine Hochspannungsleitung aus Aluminium (A = 480 mm2)
wird mit U1 = 400 kV betrieben. Welche Leistung
kann auf die Entfernung l = 600 km übertragen werden,
wenn der Wirkungsgrad h = 92 %
betragen soll? (rAl = 0,02857
W mm2/m).
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Zum 3. Kapitel
| © | 1998-1999 | by Duderstadt, Frank & Hohenstein, Steffen |
| | 1999-2000 | Überarbeitet von Jan Knickmeier & Timo Eich |
| | 2002 | Überarbeitet von Markus Mattern |
|