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Elektrotechnik 2 (ET 2)
Fachhochschule Gießen - Friedberg, Bereich Friedberg
Fachbereich Informationstechnik – Elektrotechnik - Mechatronik
2. Semester
Prof. Dr.-Ing. R. Geißler
Übungsaufgaben
(den Vorlesungskapiteln zugeordnet)
Übung 5.2.1/1:
Die aus der geheizten Katode austretenden Elektronen (Masse m0
= 9,108 · 10-31 kg, Ladung e = 1,602 ·
10-19 Asec) werden von der positiven Anode angezogen und
erreichen durch die Anodenspannung Ua = 2 kV das Ablenksystem
der Länge l = 3,5 cm mit einer Geschwindigkeit v1.
| a) |
Berechnen Sie v1, indem Sie Wpot
= Wkin setzen. |
| b) |
Mit welchem Ablenkwinkel a
verlassen die Elektronen das Ablenksystem, wenn die Ablenkung |
| b1) |
elektrisch mit Ex = -416 V/cm |
| b2) |
bzw. magnetisch mit Bz = -30,5 · 10-8
Vsec/cm2 erfolgt? |
| c) |
Wie groß ist v2 bei der |
| c1) |
elektrischen |
| c2) |
bzw. magnetischen Ablenkung? |
Übung 5.2.3.1/1:
Drei lange gerade Leiter mit den Abständen a = 83 cm,
b = 40 cm und c = 65 cm werden von den
Strömen I1 = 20 A, I2 = - 55 A
und I3 = 35 A durchflossen.
Wie groß ist die magn. Erregung im Punkt P
in der Mitte der Verbindungslinie zwischen den Leitern 2 und 3?
(Grafische Lösung)
Übung 5.2.3.1/2:
Berechnen Sie die magnetische Erregung längs der Koordinatenachse x
einer stromdurchflossenen Doppelleitung, und stellen Sie H(x) grafisch dar.
Die Stromrichtung in den Leitern ist
| a) | gegensinnig |
| b) | gleichsinnig zu wählen |
Übung 5.2.3.2/1:
Berechnen Sie mit Hilfe des Biot-Savart'schen Gesetzes die magn. Erregung
im Mittelpunkt der stromdurchflossenen, kreisförmigen Leiterbahn.
Übung 5.2.3.2/2:
Ein sehr dünner Draht führt von y = - über den Punkt x=y=0
nach x = . In dem Draht fließt
in Pfeilrichtung ein Strom I = 1 A.
Wie groß ist die magn. Erregung
im Punkt P, der bei x = - 10 cm liegt?
(Begründen Sie ihre Lösung unter Verwendung des Biot-Savart'schen
Gesetzes und des bekannten Ergebnisses für einen unendlich langen
geraden Draht).
Übung 5.3.1.1/1:
Gegeben ist ein unendlich langer gerader stromdurchflossener Leiter mit
dem Radius R. Berechnen Sie mit Hilfe des Durchflutungssatzes die magn.
Erregung inner- und
außerhalb des Leiters, und stellen Sie H(r) grafisch in der
Zeichenebene dar.
Übung 5.3.1.1/2:
Die geraden Leiter einer 3-Leiteranordnung liegen in den Ecken eines
gleichseitigen Dreiecks mit den Seitenlängen a = 30 cm.
Ermitteln Sie die magn. Erregung
im Punkt P, wenn durch die Leiter die skizzierten Ströme
|I1| = |I2| = |I3| = 100 A
fließen.
Übung 5.3.1.1/3:
Eine Zweidrahtleitung wird mit Gleichstrom betrieben. Der Hinleiter
(Radius r0 = 0,5 cm) und der Rückleiter
(Radius R = 2,5 cm) führen einen Strom von 2 A.
Die Leitermittelpunkte haben einen Abstand von d = 7 cm.
| a) |
Berechnen Sie die magn. Erregung nach Betrag und Richtung in den Punkten |
| a1) |
A = (3,5 ; 0) |
| a2) |
B = (6,0 ; 0) |
| a3) |
C = (3,5 ; -4) |
| b) |
Für welche Werte von x ist
die magn. Erregung in der Ebene
y = 0 gleich null ? |
Übung 5.3.1.1/4:
Zwei lange, gerade Leiter mit den Durchmessern d = 10 mm
werden von den Strömen |I1| = |I2| = 200 A
in den skizzierten Richtungen durchflossen.
Wie groß sind die Beträge HA und HB?
Übung 5.3.1.1/5:
Gegeben ist ein unendlich langer stromdurchflossener Hohlleiter mit
exzentrisch gelagertem Innenleiter.
| a) |
Gilt außerhalb des Hohlleiters (r > RA)
= 0? |
| b) |
Wenn ja, folgt daraus, dass die magn. Erregung
im gesamten
Außenraum null ist? (Begründen Sie Ihre Antwort!) |
Übung 5.3.2/1:
| a) |
Berechnen Sie die magn. Erregung H(r) für Punkte inner-
und außerhalb einer stromdurchflossenen, eng gewickelten Ringspule
in Abhängigkeit ihres radialen Abstands vom Mittelpunkt M der Spule.
Die Windungen umschließen spiralig den Kern, wobei man diesen
Verlauf in eine radiale und eine tangentiale Windungskomponente zerlegt
auffassen kann. Mit sehr guter Näherung kann die Wirkung der
tangentialen Komponente vernachlässigt werden, sodass die zum
Mittelpunkt symmetrische Lage der einzelnen radialen Windungen einen
kreiskonzentrischen H-Linien-Verlauf erzwingt. |
| b) |
Wie groß ist der Fluss im Spulenkern? |
Übung 5.3.2/2:
Durch die Mitte eines kreisförmigen Kupferrings von rechteckigem
Querschnitt gehen drei Leiter mit vernachlässigbarem Querschnitt,
von denen jeder Leiter einen Strom I führt.
Wie groß ist der magn. Fluss im Ring?
Übung 5.3.2/3:
Eine einlagige Spule mit n Windungen, der Länge L und
dem Windungsdurchmesser d wird vom Strom I
durchflossen. Das Feld im Spuleninnenraum sei homogen, es wird dort
eine Induktion B0 gemessen. I = 4 A,
n = 200, L = 40 cm, d = 6 cm,
B0 = 22 · 10-8 Vsec/cm2
| a) |
Wie groß sind die magn. Spannungen über dem
Spuleninnen- und -außenraum? |
| b) |
Wie groß ist der magn. Fluss in der Spule? |
Übung 5.3.3/1:
Berechnen Sie die Induktivität eines konzentrischen Kabels der
Länge l ohne Berücksichtigung von Innenleiter
und Mantel.
Übung 5.4/1:
In einem sehr langen rechtwinklig abgebogenen, dünnen Draht fließt
ein Gleichstrom I. Berechnen Sie die Gesamtkraft auf das
Leitungsstück zwischen x1 und x2.
Übung 5.4/2:
Am Ende einer im Verhältnis zum Leiterabstand a sehr langen
Paralleldrahtleitung befindet sich ein Trennschalter mit der
Schaltmesserlänge l. Der Abstand des Schaltmessers
von der Leitung betrage nach beiden Seiten b. Der
Leitungsdurchmesser sei klein gegenüber dem Abstand a.
I = 50 kA, a = 50 cm, l = 30 cm
Berechnen Sie die Kraft, die das Magnetfeld des Stromes I auf
das Schaltmesser ausübt.
Übung 5.4/3:
Welche Kräfte je Längeneinheit wirken auf die Leiter einer
stromdurchflossenen, parallelen Doppelleitung für
| a) | gleich- und |
| b) | gegensinnige Stromrichtung in
der Doppelleitung (Der Leitungsdurchmesser sei klein gegenüber
dem Abstand a). |
Übung 5.5/1:
Gegeben sei ein aus zwei verschiedenen magn. Materialien (µ1,
µ2) zusammengesetzter magn. Leiter unterschiedlichen Querschnitts,
der vom Fluss Φ durchsetzt wird. Die
Fluss(dichte)linien folgen der plötzlichen Querschnittsänderung
nicht genau, sondern passen sich dieser allmählich an. Dieser
Übergang soll aber hier vernachlässigt werden. Die
Permeabilitäten verhalten sich wie µ1/µ2 = 3/1, die
Querschnitte im Material 1 wie Aa/Ab = ½.
Zeichnen Sie das B-, H- und V-Feld sowie die Abhängigkeit der
Beträge von Induktion, magn. Erregung und der magn. Spannung
längs des magn. Leiters.
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Zu den Übungen des 6. Kapitels
| © | 2000-2001 | Jan Knickmeier & Timo Eich |
| © | 2002 | Überarbeitet von Markus Mattern |
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