Audiotechnik

Edison und Hughes entwickelten unabhängig voneinander 1877 das Kohle-Mikrophon für die Schallaufnahme (vgl. Zischka, S. 181). Das erste Schallaufzeichnungs- und Schallwiedergabegerät, den Phonographen, brachte Edison 1878 heraus (vgl. Zischka, S. 258). Obwohl Edison ab 1887 einen mit Wachsmasse überzogenen Zylinder als Tonträger benutzte, blieb die Tonwiedergabequalität unzureichend. Deshalb setzte sich in den Folgejahren die von Berliner 1887 entwickelte Schellack-Schallplatte durch. Der zugehörige Plattenspieler wurde in Deutschland unter dem Namen Grammophon verkauft. Im Jahr 1898 meldete Lodge einen elektrodynamischen, trichterlosen Lautsprecher zum Patent an. Ab 1948 wurde die Schellack-Schallplatte durch die ebenfalls analoge9 Kunststoff-Schallplatte abgelöst (vgl. dtv-Brockhaus-Lexikon, Bd. 16, S. 87). Die Firmen Sony und Philips brachten 1982 die digitale10 Audio-CD11 (Compact Disc) sowie den CD-Player auf den Markt, die in den neunziger Jahren fast vollständig die analoge Kunststoff-Schallplatte und den Plattenspieler verdrängten. 1985 war der erste tragbare CD-Player erhältlich (vgl. Sony 1998a).

Obwohl das von Pfleumer 1928 erfundene Tonband für eine Vermarktung noch nicht ausgereift war, kam es schon ab 1935 zu einer Serienfertigung von Tonbandgeräten durch die Zusammenarbeit der Firmen AEG und I.G. Farben. Während letztere ein brauchbares Tonband (ein Kunststoffband mit einer magnetisierbaren Eisenoxidbeschichtung) herausbrachte, entwickelte die AEG das erste Tonbandgerät, das "Magnetophon K1". Der 1963 durch die Firma Philips vorgestellte Kassettenrekorder (vgl. Rehm) etablierte sich im Heimbereich recht schnell und verdrängte dort das Tonbandgerät. Die Firma Sony präsentierte 1980 den Walkman, einen kleinen, tragbaren Kassettenrecorder mit leichten Kopfhörern (vgl. Sony 1998a), und 1987 zeitgleich mit vier anderen japanischen Elektronikfirmen den digitalen DAT12-Rekorder (vgl. gfu).

Im Jahr 1989 brachte die Firma Creative Labs eine PC-Soundkarte namens "Soundblaster" auf den Markt, die sich schnell als Standard durchsetzen sollte. Soundkarten dieser Art ermöglichen Multimedia-PC-Nutzern sowohl die Erzeugung als auch die Bearbeitung digitaler Audio-Dateien.

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