Höhlenmalerei

Die berühmtesten Höhlenmalereien (Felsbilder) sind die von Lascaux und Altamira.

Die Höhle von Lascaux liegt zwei Kilometer südöstlich von Montignac im französischen Département Dordogne. Der Eingang zur Höhle befindet sich in einem Wald am Rande des Flusstals der Vézère.

Die Originalhöhle ("Lascaux I" genannt) wurde im Jahr 1940 von vier Jugendlichen entdeckt und ist seit 1963 für die Allgemeinheit geschlossen. Sie darf täglich nur noch von maximal fünf Personen besucht werden. Ursache für diese rigorose Zugangsbeschränkung war die Zerstörung der Malereien durch die Atemluft zu vieler Besucher. Seit 1983 können jedoch täglich bis zu 2.000 Menschen originalgetreue Nachbildungen der "Lascaux I"-Höhlenmalereien in "Lascaux II" besichtigen, da die beiden wichtigsten Teilbereiche der Originalhöhle ("Raum der Stiere" und "Axiale Divertikel") im Verhältnis 1:1 nachgebaut wurden. Der Eingang von "Lascaux II" befindet sich ca. 200 Meter von "Lascaux I" entfernt. Obwohl Kopien für manchen Kunstfreund keinen besonderen Reiz besitzen, sind durch diesen Nachbau immerhin 90% der Höhlenmalereien von "Lascaux I" wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Ausführliche Informationen über die Höhle von Lascaux sind im Internet unter der WWW-Adresse

http://www.culture.fr/culture/arcnat/lascaux/de/index.html

zu finden.

Es folgen nun noch ein paar Tipps für den Besuch von "Lascaux II":
Die Eintrittskarten für "Lascaux II" sind nur im Ortszentrum von Montignac erhältlich. An der Tageskasse (Kasse 1), vor der sich in den Sommermonaten vormittags eine längere Warteschlange bildet, können Eintrittskarten für den gerade aktuellen Tag erworben werden. Der Eintrittspreis betrug im Sommer 2000 für einen einzelnen Erwachsenen 50 Francs. Da die tägliche Besuchskapazität der Höhle begrenzt ist, wird beim Erwerb der Eintrittskarte eine feste Besuchszeit vorgegeben. Die erste geführte Besichtigung beginnt morgens um 9.00 Uhr und die letzte abends um 20.00 Uhr. Zu bestimmten Besuchszeiten werden die Führungen in deutscher Sprache durchgeführt. Bei großem Besucherandrang muss mit einem späten Besichtigungstermin gerechnet werden, sodass für den Besuchstag genügend Zeit eingeplant sein sollte. Für die sinnvolle Nutzung einer eventuellen Wartezeit bietet sich der Besuch von "Le Thot – Espace Cro-Magnon" in Thonac an, da dort unter anderem über den Bau von "Lascaux II" informiert wird. An Kasse 2 können Vorabbuchungen für spätere Besuchstage vorgenommen werden.

Da in Montignac die Durchgangsstraße teilweise als Einbahnstraße ausgewiesen ist, soll die folgende Grafik die Orientierung erleichtern, falls man aus Richtung der D704 kommen sollte.

 
Lageplan der Höhle von Lascaux

 

Die Höhle von Altamira liegt 35 Kilometer östlich von Santander in der nordspanischen Provinz Cantabria in der Ortschaft Santillana del Mar. Dort hatte im Jahr 1879 Marcelino Sanz de Sautuola die 14500 Jahre alten Tierdarstellungen entdeckt. Vor Ort in Nordspanien können aus den gleichen Gründen wie in Lascaux nur 160 Besucher pro Woche nach Voranmeldung bei etwa dreijähriger Wartezeit die Höhlen mit den altsteinzeitlichen Originalen besichtigen. Originalgetreue Nachbildungen der Malereien sind für die breite Öffentlichkeit seit Juli 2001 im 300 Meter von der Originalhöhle entfernten Nachbau "Altamira II" zu sehen. Als Alternative zu einer Reise nach Nordspanien bietet sich der Besuch des Deutschen Museums in München an, da man dort ebenfalls eine Nachbildung der Höhle von Altamira besichtigen kann.

Ausführliche Informationen über die Höhle von Altamira sind im Internet unter der WWW-Adresse

http://museodealtamira.mcu.es/indexprova.html

zu finden.