Vorwort

Rundfunk ist bis heute noch eine der am meisten genutzten Wege um zu kommunizieren.
Die Verbreitung von Nachrichten, oder besser gesagt Informationen, geschieht überwiegend über den Funkweg. Alle Arten von Informationen von normalen Gesprächen, bis hin zu hoch geheimen Daten, werden über Radiowellen vermittelt, oder besser gesagt Übertragen.
Dabei ist dies nicht gerade der sicherste Weg, um Daten jeglicher Art, zu übermitteln. In diesem Referat versuchen wir nun einige Schwachstellen aufzuzeigen und darauf hinzuweisen, wie einige Sicherheitsbarrieren umgangen werden.


Scanner Technik

Die Technik der Scanner ist eigentlich einem normalen Hörfunkradio gleich, um es einfach Auszudrücken.
Der Unterschied liegt eigentlich darin, daß ein Radioscanner einen weitaus größeren Empfangsbereich hat und seine Suchlauffunktion gegenüber eines Hörfunkradios um einiges feiner ist und empfindlicher auf einzelne Signale reagieren kann.
Ein Radioscanner kann Frequenzen von 10KHz bis über 2GHz empfangen. Dieser Bereich wird in den kommenden Jahren wohl mit Sicherheit größer werden, wobei auch die Kosten für ein solches Gerät weiter fallen wird.
Die Ausstattung von Scanner hängt, wie überall , vom Preis ab.
Kleine Scanner, sogenannte Mobil-Scanner sind schon für 150 DM zu haben. Ihre Empfangsbereich ist aber dem entsprechend gering.
Mittlere Scanner gibt es sowohl als Mobil- oder als Tischscanner. Tischscanner sind etwa so groß wie ein Kassettendeck einer Handelsüblichen HiFi-Anlage. Ihr Vorteil liegt darin, daß sie in der Lage sind einen weitaus größeren Frequenzbereich zu Empfangen und zu überwachen.
Das Überwachen erfolgt über sogenannte Kanäle. Kanäle sind vorher eingespeicherte Frequenzen die man selbständig sucht. Diese werden von einem Scanner in einer Art Scan-Modus immer wieder durchlaufen bis ein Signal auf einem Kanal gefunden wird.
Profiscanner sind zum einen teuer zum anderen können diese aber ein sehr großes Frequenzspektrum empfangen. Je nach Preis, als auch nach Typ variiert die Anzahl von Kanälen als auch Sonderfunktionen der Geräte. Einige können sogar per angeschlossenem Computer grafische Auswertungen bestimmter Frequenzbereiche vornehmen. Andere haben aber auch schon solche Systemkomponenten integriert und brauchen bei Bedarf nur einen Drucker.
Je mehr jemand in ein solches Scannersystem investiert um so mehr kann dieser also auch empfangen, wobei auch Antennen eine gewisse Rolle spielen, dies sei nur am Rande bemerkt.

Anwendung

Die Anwendung der Scanner ist einfach.
Was man allerdings an Informationsgehalt erfährt, ist die andere Sache. Einige Bereiche im Funk sind codiert oder sogar Digital, was ein gewisses Hindernis darstellt wenn jemand etwas erfahren will.
Viele Bereiche sind ohne weiteres hörbar und verständlich, doch da hat der Datenschutz noch was zu melden (siehe Recht). Hingegen sind andere Bereiche, besser gesagt Dienste, verschleiert oder werden digital Übertragen. Bei solchen Diensten können entsprechende Decoder oder Zusatzkomponenten über einen Audioausgang des Scanners, oder falls vorhanden, auch über andere Schnittstellen, angeschlossen werden. Auch hier gilt je mehr Geld in ein System gesteckt wird um so mehr an Informationen und Daten kann empfangen werden.


Recht

„Erlaubt, verboten - kurz und bündig:

·Erlaubt ist Kauf, Besitz und Betrieb eines Scanners mit CE-Kennzeichen. Empfangen werden dürfen damit 'Sendungen an alle' wie beispielsweise Rundfunk, Amateurfunk und Wetterfunk.

·Verboten ist der Empfang aller Sendungen, die 'für die Funkanlage nicht bestimmt sind'. Unbeabsichtigt empfangene Informationen sowie die Tatsache des Empfangs selbst dürfen nicht weitergegeben werden. Geld- und Freiheitsstrafen - bis zu zwei Jahren - drohen.

·Erlaubt ist das Berichten über technische Verfahren und betriebstechnische Vorgehensweisen, beispielsweise bei der Polizei."


Funk

Frequenzen

Langwelle 150 - 300 kHz
Mittelwelle 500 - 1600 kHz
Kurzwelle 2300 - 30000 kHz
CB-Funk 27 MHz
Amateurfunk 6m 50 MHz
BOS &Betriebsfunk 4m 68 - 87,5 MHz
UKW 87,5 - 108 MHz
Flugfunk 108 -144, 230 - 400 MHz
Amateurfunk 2m 144 - 146 MHz
BOS, Seefunk &Betreibsfunk 2m 146 - 174 MHz
Taxifunk 150 MHz
Amateurfunk 70cm 430 - 440 MHz
LPD 433 MHz
BOS, Zugfunk & Betriebsfunk 70cm 440 - 470 MHz
Mobilfunk & Schnurlose Telefone 864 - 960 MHz
Amateurfunk 23 cm 1240 - 1300 MHz

Mobilfunk

Das erste kommerziell genutzte Mobilnetz in der BRD ist das C-Netz.
Das C-Netz wird analog betrieben und ist somit leicht abzuhören.
Vorteile diese Netzes lagen an seiner Flächendeckung in der BRD und der relativ hohen Reichweite.
Nachteil war meistens die Übertragungsqualität, die durch Störeinflüsse meist verrauscht und leise wurde. Nachfolger ist das D-Netz welches hierzulande von 2 Anbietern genutzt wird.
Zusätzlich gibt es noch das E-Netz, das von der Technik her identisch ist, aber einen höheren Frequenzbereich als das D-Netz nutzt. Beide Netzsysteme sind digital und arbeiten bei 960 bzw. Bei 1100 MHz.
Die Codierverfahren bei den Digitalennetzen sind (noch nicht) geknackt worden, dadurch sind diese am sichersten.
Beim Analogensystem C-Netz hingegen benutzt man inzwischen eine permanente 'Sprachverschleierung', welche aber leicht zu umgehen ist.
Das C-Netz hat seine Frequenzbereiche für die Basisstation bei 460 - 465.74 MHz und dem Mobilteil bei 451 - 455,74 MHz. Der Kanalabstand kann in 25 ; 20 ; 12,5 und 10 kHz erfolgen.
Je nach frequentierung durch Teilnehmer variiert die jeweilige Basisstation den Kanalabstand. Überwiegend wird aber ein 20 kHz Raster benutzt. Der Abstand der Duplexkanäle beträgt immer 10 MHz (Basisstation - Mobilteil). Die maximale Distanz zwischen Mobil und Basisstation kann bis zu 30 Km betragen. Daraus erfolgt ein Hörbarer Effekt beim 'Abhören', je weiter ein Teilnehmer von der Basisstation ist desto leiser ist dieser auf der Basisstationsfrequenz zu hören. Erklärung weshalb die Basisstationsfrequenz abgehört wird folgt im Anschlußteil der Handtelefone.
Die Codierung im C-Netz sieht wie folgt aus:
Das Sprachsignal wird um 10% komprimiert und in Blöcke von 11,36 ms. An das komprimierte Sprachsignal wird anschließend ein Datenpaket von 4 Bit und einer Sendedauer von 1,3 ms angehängt. Daraus folgt eine Datenrate von 5,28 kBit/s.
In den Datenblöcken werden die Abstimmung von Sendeleistung und Kanal zur Basistation und zurück zum Mobilteil, übertragen.
Zusätzlich wird das Sprachsignal invertiert, d.h. es wird um 180° gedreht.
Dies kann von Fall zu Fall an einem beliebigen Punkt während des Gesprächs erfolgen.
Was allerdings nicht heißt das immer invertiert wird.
Für das C-Netz gibt es Decoder schon ab 250,- DM zuhaben und diese wiederum nur bei Fachhändler.
Noch eine Kleinigkeit bevor es zum nächsten Punkt geht, das C-Netz wird voraussichtlich noch bis 2008 in Betrieb bleiben. Ob dies nun das wirkliche Ende des C-Netzes sein wird ist dahin gestellt!


Schnurlose Telefone

Schnurlose Telefone werden vermehrt in Haushalten aus Bequemlichkeitsgründen benutzt oder aber weil man selbst im Haus überall, egal zu welcher Zeit, erreicht werden kann.
Was Kunde König nicht weis ist, daß ein Großteil der Haushandy's leicht abgehört werden können. Die Übertragung der momentan noch am häufigsten genutzten Systeme ist analog.
Für Scanner kein Problem also.
Nun schauen wir erst einmal auf die einzelnen Systeme die es zu kaufen gibt:

Der CT0 Standard kommt aus den USA und besitzt keine Sprachverschleierungstechniken.

Kanalnummer Mobilteilfrequenz / MHz Feststationsfrequenz / MHz
1 46,61 49,67
2 46,63 49,845
3 46,67 49,86
4 46,71 49,77
5 46,73 49,875
6 46,77 49,83
7 46,83 49,89
8 46,87 49,93
9 46,93 49,99
10 46,97 49,97

Der CT1 Standard, auch bekannt als CEPT, Nachfolger des Vorherigen Standards 1983 in Europa eingeführt.

Kanalnummer Mobilfrequenz / MHz Feststationsfrequenz / MHz
1 914,0125 959,0125
2 914,0375 959,0375
3 914,0625 959,0625
4 914,0875 959,0875
5 914,1125 959,1125
6 914,1375 959,1375
7 914,1625 959,1625
8 914,1875 959,1875
9 914,2125 959,2125
10 914,2375 959,2375
11 914,2625 959,2625
12 914,2875 959,2875
13 914,3125 959,3125
14 914,3375 959,3375
15 914,3625 959,3625
16 914,3875 959,3875
17 914,4125 959,4125
18 914,4375 959,4375
19 914,4625 959,4625
20 914,4875 959,4875
21 914,5125 959,5125
22 914,5375 959,5375
23 914,5625 959,5625
24 914,5875 959,5875
25 914,6125 959,6125
26 914,6375 959,6375
27 914,6625 959,6625
28 914,6875 959,6875
29 914,7125 959,7125
30 914,7375 959,7375
31 914,7625 959,7625
32 914,7875 959,7875
33 914,8125 959,8125
34 914,8375 959,8375
35 914,8625 959,8625
36 914,8875 959,8875
37 914,9125 959,9125
38 914,9375 959,9375
39 914,9625 959,9625
40 914,9875 959,9875

Zum Vorgängersystem erkennt man den deutlich feineren Kanalraster von 25 kHz und einen genauen Abstand zwischen dem Mobilteil und der Feststation, den sogenannten Duplex-Abstand, von 45 MHz. Die Änderungen des CT1+ Standard gegenüber seinem Vorgänger : Doppelte Anzahl der Kanäle und Teilweise Sprachverschleierung zuschaltbar (abhängig vom Hersteller)

Kanalnummer Mobilteilfrequenz / MHz Feststationsfrequenz / MHz
1 885,0125 930,0125
2 885,0375 930,0375
3 885,0625 930,0625
4 885,0875 930,0875
5 885,1125 930,1125
6 885,1375 930,1375
7 885,1625 930,1625
8 885,1875 930,1875
9 885,2125 930,2125
* * *
* * *
* * *
* * *
* * *
66 886,6375 931,6375
67 886,6625 931,6625
68 886,6875 931,6875
69 886,7125 931,7125
70 886,7375 931,7375
71 886,7625 931,7625
72 886,7875 931,7875
73 886,8125 931,8125
74 886,8375 931,8375
75 886,8625 931,8625
76 886,8875 931,8875
77 886,9125 931,9125
78 886,9375 931,9375
79 886,9625 931,9625
80 886,9875 931,9875

Der CT0-Standard ist der älteste und somit schon seltener in Gebrauch.
Dieser Standard war auch durch manche Weltempfänger leicht abzufangen.
Der CT1 und CT1+ - Standard ist zur Zeit noch der am meisten benutzte Standard.
Dieser läßt sich auch ohne große mühe abhören, aber hierzu benötigt man einen Scanner der bis 980 MHz empfangen kann. Sprachverschleierung gibt es zwar vereinzelt doch ist diese meist nicht effektiv genug um den Informationsgehalt eines Gespräches unkenntlich zu machen für den dritt Hörer.
Um beide Gesprächsteilnehmer hören zu können sollte man sich auf die Frequenz der Basisstation konzentrieren. Da auf der Frequenz der Basisstation, aus Posttechnischengründen, der andere Teilnehmer zwischen 15 und 17db abgeschwächt zurückgehört werden muß, um den Eindruck einer 'toten Leitung' zu vermeiden, sollte man diese wählen.
Die Telekom nennt so etwas Rückhörbezugsdämpfung.
Also braucht man bei der Basisstationsfrequenz nicht raten was der andere gerade sagt, sondern hört diesen gleich mit.
Der zukünftige Standard, der momentan eingeführt wird nennt sich DECT .
DECT ist digital hat 120 'Duplexkanäle' und sendet im Bereich von 1,88 - 1,9 MHz.
Für diesen Standard sind erst für Mitte 1997 Scanner und Decoder angekündigt.
Aber bis dahin bleibt noch eine Menge Zeit sich in der Nachbarschaft umzuhören.
Ein Werkzeug hierfür wäre noch die sogenannte WINRADIO - Karte die von 500 kHz bis ca. 1300 MHz scannen kann. Da diese Karte im Computer steckt, kann es auch leichter zur Entschlüsselung von Übertragungen kommen durch die jeweils verwendete Software, welche ja regelmäßig ein update erfahren kann. Auf dem PC kann so ein Signal als Wave-Audiodatei gespeichert werden und anschließend per Software manipuliert werden. Spezielle Software ist aber während den Recherchen nicht gefunden worden, aber es wäre denkbar via PC eine Software Lösung zu erstellen (reverse engeneering).


Polizei und andere Dienste

Besser bekannt als BOS-Funk welcher für Polizei- und Rettungsdienste reserviert ist.
Dieser Funkbereich ist für die Neugierigen und Sensationslustigen interessant. Keine Verschlüsselung aus technischer Sicht, aber eine dem Polizeifunk eigene Codesprache.
In näherer Zukunft wird aber wohl auch dieser Funkverkehr digital codiert übermittelt.
Zu diesem Funkbereich zählt auch der Flugfunk welcher ja nun gar keine Codierung benutzt. DieKommunikation erfolgt in der 'Fliegersprache', die Frequenzen sind oben in der Tabelle zu erkennen. In diesem Bereich sollte eine Umstellung auf digitale Übertragung auf schnellsten Wege passieren, den es gibt schon einige 'Spaßvögel' die gerne mal Fluglotsen spielen.
Als Beispiel gilt hier der Fall aus Brüssel im Januar 1997:
Ein Amateurfunker hat sich in die Frequenz eines Fliegers eingeklinkt und ihm Anweisungen erteilt.
Der Amateur hatte allem anschien nach die 'Fliegersprache' gelernt und konnte so für die Piloten als Fluglotse auftreten.
Der Tower konnte den Amateurfunker nicht hören, da seine Funkanlage nur das Flugzeug erreichen konnte, wegen geringer Sendeleistung. Der Tower wurde nur stutzig als das Flugzeug eine Bestätigung sendete und seine Kurs zu ändern begann.
Nur durch den Umstand, daß Piloten jede Anweisung bestätigen, konnte der Tower rechtzeitig eine beinahe Katastrophe verhindern. Bis jemand die Kursänderung auf dem Radar gemerkt hätte wäre es schon zu spät gewesen.
Da der Flugverkehr in immer kürzeren Abständen abgefertigt wird, ist es wichtig eine solche Sicherheitslücke schnellstens zu eliminieren. Wenn nicht ist ein Bombenanschlag auf ein Flugzeug wohl bald etwas seltenes, denn Flugzeuge können durch Manipulation durch Funkanweisungen öfters und einfacher heruntergeholt werden. Selbst in Friedberg kommt der Flugfunk klar und deutlich an ( Frankfurt - Friedberg ca. 40 Km). Rein theoretisch könnte man hier einen Piloten eine Anweisung geben und der Tower bekommt von der Anweisung nur eine Bestätigung mit.Und es braucht nur ein Team von Amateurfunkern koordiniert mehrere Flieger auf
Kollisionskurs zu schicken, was für Terroristen eigentlich eine kleinigkeit im gegensatz zu Bomben ist.

Rosige Aussichten!


Satelliten

Bei Satelliten denkt fast jeder erst einmal an Wettersatelliten, wie Meteosat , oder an Fernsehen.
Weiterhin ist bekannt das die Globale Kommunikation zum großen Teil über Satelliten geführt werden. Ansonsten fliegt in den Umlaufbahnen einiges an Sattelittensystemen herum.
Aktuelles Beispiel: die Raumstation MIR die von Amateurfunkern sogar angefunkt werden kann.
In diesem Bereich ist wohl hauptsächlich das Empfangen von Wetterdaten interessant. Firmen wie Grundig bieten spezielle Receiver mit Siganlaufbereitungskomponenten inklusive Antennen an. Für solche Empfänger muß aber eine Genehmigung vom Wetteramt eingeholt werden, um diesen Dienst nutzen zu können.
Ein anderer Dienst wäre GPS (Global Positioning System) welches inzwischen immer günstiger in Navigationssystemen erhältlich ist.
GPS ist noch frei zu Verfügung für den Bürger ab 2010 wird eventuell an eine Nutzungsgebühr von Seiten des Amerikanischen Militärs auf die GPS-Nutzer kommen.
Interessanter wird es da, wenn man auf jagt von Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen der Erde versucht zu empfangen und deren Signale in einem verständlichen Informationsgehalt umwandeln kann.
Doch dieser Bereich entwickelt sich momentan erst und steckt noch in den Kinderschuhen, aus sicht von Decodern. Informationen über komplett oder Teillösungen sind während der Recherchen nicht bekannt geworden. Weiterhin benötigt man zum empfangen von Satteliten eine Parabolische Antenne mit entsprechenden Umsetzern, positionierungsmotoren um einen Satellitten zu verfolgen.
In diesem Bereich wird es auch zum einsatz für Videosysteme kommen, um zBsp. eine Übertragung vom Space-Shuttle beobachten zu können.


EMC

Erklärung

EMC steht für die Elektromagnetische Strahlung die von jedem elektrischen Gerät ausgeht.
Diese sogenannte Randstrahlung ist seit einigen Jahren im Gespräch, da sie Krebsfördernd oder auslösend sein soll, oder überhaupt als Krankheitsfördernder Umwelteinfluß einzustufen ist . Aber bis jetzt sind noch keine konkreten Beweise aufgezeigt worden, die diese Behauptung stützen.
In jedem Haushalt gibt es eine gewisse Menge von Geräten, wie z.B. Mikrowelle oder Fernseher . Beide genannten Geräte gelten als stark strahlend, die Mikrowelle durch ihre Mikrowellen-Antenne und der Fernseher durch seine Elektronenröhre.
Aufgrund gewisser Störungseinflüsse durch solche Geräte wurde die CE-Norm geschaffen, um diese Störstrahlung zu eliminieren oder besser gesagt zu reduzieren.
Vor der CE-Norm wurden diese Geräte auch durch entsprechende Gesetze abgeschirmt, doch durch die EU mußte eine einheitliche Normung her, welche nun die CE-Norm ist und einiges an Vorschriften zusammenfaßt was vor CE noch in separaten Normungen und Vorschriften stand.
Eine Erscheinung die auch mißbraucht werden kann?
Nun was hat EMC oder besser gesagt die Randstrahlung mit Abhören zu tun?
Ganz einfach, man kann auch über diese Art von Strahlung individuelle Daten 'abhören'.
Monitore und Fernseher sind die eigentlichen Datenübermittler in diesem Fall, ihre Elektronenkanonen schießen ihre Visuellendaten auf die Projektionsfläche, den Bildschirm, um sie für das menschliche Auge sichtbar zu machen. Aber diese Bildinformation schießt im wahrsten sinne des Wortes über sein Ziel, dem Bildschirm hinaus. Die Elektronenstrahlung breitet sich nach dem Bildschirm wie eine Funkwelle im Raum aus und kann so von irgendeiner Person 'empfangen' werden.

Tempest

Nun so einfach wie es sich anhört ist es nun wirklich nicht!
Das Signal (Die Randstrahlung) kann mit einem Scanner empfangen werden, aber das Signal selbst muß erst aufbereitet werden.
Was vormals als Horizontales- und Vertikalessignal auf die Lochmaske geschossen wurde, kommt nun vermischt, in einem Signal, auf einer Frequenz an.
Nach lokalisieren dieses Signals muß diese erst einmal wieder aufgesplittet werden in horizontales- und vertikales-Signal.
Nach Angaben einer gewissen Firma müßte dazu nur jeweils ein Zeilentrafo leicht modifiziert werden um das Signal für einen Monitor sichtbar zu machen.
Die FH-Aachen hat ein solches System gebaut und die Bildergebnisse sind vielleicht nicht daß, was man sich vom abhören eines Monitors verspricht. Es werden nur Kontrast Übergänge sichtbar, um genauer zu sein, es kommt nur ein Schwarzweiß Bild heraus.
Es ist zu bezweifeln, daß Graphiken erkennbar werden da lediglich mit Schriftzeichen in der 80 Zeichen DOS-Darstellung groß genug sind um sie aus einem durch andere Überlagernden Strahlungen beeinflußten Signal wieder Sichtbar gemacht werden.
Aus einem Demonstrationsaufbau wurde gezeigt, daß tatsächlich ein Bildschirminhalt abgehört werden kann. Doch die Information auf diesem Bildschirm bestand aus einer Blockgraphik, d.h. große einfarbige Flächen die klare Abgrenzungen aufwiesen.
Heutige Office-Anwendungen werden aber mit immer höheren Auflösungen genutzt und Visualisierungen von Daten werden immer Alltäglicher.
Ob bei solchen Anwendungen noch ein Abhören des Bildschirmes möglich ist, ist zu bezweifeln! Aber obengenannte Firma behauptet bis zu einer Entfernung von 1 Km einen einzelnen Bildschirm in einem Großraumbüro noch zu erkennen.
Diese Firma hat ihr System in New York getestet.
Ergebnis: Von der Polizei bis zum Finanzamt bishin zum Schatzamt und dem World Trade Center konnten Computerbildschirme abgehört werden.
Nun einem gewissen Teil von Firmen ist diese Sicherheitslücke bekannt, ebenso Gegenmaßnahmen um einen solchen Sicherheitsbruch einzudämmen.
TEMPEST steht für 'Transient Electromagnetic Pulse Standard', dies ist die exakte Bezeichnung des US National Sicherheitsbüro für die Abstrahlungsnormung von Computern und deren Monitoren. Mit dieser Normung wurden gleich Sicherheitskalssifizierungen eingeführt. Welche für die Abschirmung der jeweiligen Militärischen als auch Forschungsinstitutionen gelten sollten.
Der Name TEMPEST wird nun von der oben genannter Firma für ihr Abhörsystem benutzt, was natürlich nicht der aussage von tempest entspricht. Tempest gilt als Zertifikat für Abgeschirmt und nicht Abtastbar. Nun nutzt diese Firma Tempest, entgegen seiner Ursprünglichen Bedeutung, als 'Lauscher'.
Die Kosten für einen Abgeschirmten Computer sind um den Faktor 2 des Anschaffungspreises höher, laut Angaben einschlägiger Quellen. Einige Computerhersteller bieten aber 'halbe' TEMPEST- Rechner an, die nicht 100% abgeschirmt sind, welche aber nur 'geringfügig' (im Vergleich zu einem Vollständig geschirmten Systemen) teurer sind.Diese Rechner werden ZONE genannt.


Amerika das Land der Unbegrenzten Lauschmöglichkeiten ?

In den USA ist schon längere Zeit die Mobilkomunikation angesagt.
Allerdings gibt es dort auch erheblich mehr Mobiltelfonanbieter oder besser gesagt Cellphone Betreiber. Der Großteil dieser Cellphones ( nein nicht Handy's, Handy's ist eine europäische namensgebung für Cellphones ) wird analog betrieben, was natürlich nicht gerade Sicher ist.
Durch diese analoge Übertragungstechnik ist es ein leichtes Gespräche zu belauschen.
Nichts neues bis jetzt, aber in den USA gibt es noch eine andere Variante zum Thema.
Die andere Variante nennt sich Cellphone-Cloning.
Unter Cellphone-Cloning versteht man das abhören und kopieren der PIN-Daten eines Cellphones um anschließend diese 'geklont' auf einer anderen neuen Karte zu benutzen. Diese geklonten Karten werden überwiegend von Kriminellen und Banden benutzt.
Pech für denjenigen dessen Karte via abhören geklont worden ist, denn dieser wird sich auf einmal mit einer höheren Telefonrechnung abfinden müssen.
Ein gewisser Teil wird natürlich registriert und der eigentliche Kunde bekommt sein Geld wieder, doch der Schaden durch Cellphone-Kloning geht in die Millionen und Maßnahmen werden derzeit verzweifelt getestet. Unter anderem werden Stimmerkennungssysteme getestet, zur eindeutigen Nutzeridentifizierung.
Die PIN-Nummer ist recht einfach zu ergattern laut Aussagen einiger Spezialisten. Benötigt wird ein Scanner und ein Decoder der durch einen Computer gesteuert wird.
Die PIN-Daten werden immer zu Beginn eines Gesprächs übermittelt mit den dazugehörigen Verifikationsdaten. Die entsprechende Software setzt dies Daten sofort um und brennt diese auf eine neue Karte. Meist werden diese Karten dann auf der anderen Seite der Staaten verkauft, doch durch die verschärften Kontrollen haben die Nutzer solcher Klonkarten inzwischen ihr Nutzverhalten geändert. Statt eine Klonkarte 1 Woche lang zu benutzen sind einige schwere Jungs inzwischen nur noch bei 1 Tag angelangt. Dies hier gilt nur als Beispiel für eine Problem aus den Staaten. In Sachen Equipment kann jede Person dort alle Arten von Scanner und Decoder kaufen und benutzen. Gesetzlich ist die Nutzung von Scannern in den USA noch erlaubt, einzige Einschränkung, 1996 wurde eine Frequenzsperre für die Mobilfunkfrequenzen in den Scannern Pflicht. Aber wen stört sowas denn, vorallem in den Statten doch keinen, oder ?


Anmerkung zur Ausarbeitung

Bei den Recherchen zu diesem Referat wurden folgende Quellen benutzt:

CT vom Heise-Verlag

Scanner Praxis

Radio Scanner

CNN.

Zusätzlich wurden Informationen aus dem Internet verwendet soweit es dort welche gab. (Viel Zeit und wenig Ausbeute.)

Literaturverweise findet man in den oben genannten Magazinen. Bsp. BOS-Funk, Seefunk, Frequenz Jahresbuch, usw..


Links zu relevanten Seiten!

Http://www.radio-scanner.de Fachmagazin für Scanner

http://www.ct.de Computerfachzeitschrift

http://www.thecodex.com Firma 'Tempest - Lauscher'

http://www.wangfed.com Abgespeckte Tempest Computer genannt ZONE

http://www.quadralay.com/www/Crypt/Tempest/tempest.html

http://www.underground-online.com Internet Underground Magazine


Referat von Magnus Becker.
"Bei Risiken und Nebenwirkungen, schlagen Sie ihren Telekomler oder Datenschützer!"